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Alltag im Supermarkt
 

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Hallo? Mit wem spreche ich bitte?

Als Mitarbeiter grüßen wir alle Kunden freundlich. Ob die Kunden auch zurückgrüßen, und dann noch freundlich ist eine andere Geschichte. Einige sagen nicht "Hallo", weil sie es entweder nie gelernt haben oder einfach nur für sich sein wollen. Es gehört doch einfach zu, wie das Amen in der Kirche. Es ist nicht zu viel verlangt zu grüßen. Einige haben das Wort "Danke" und "Tschüss" noch nie gehört. 

Meist wundert es mich nicht, warum ich selbst von den Kunden nichts höre. Stöpsel im Ohr sind eine beliebte Geste um nichts an der Kasse sagen zu müssen. Kopf nicken ist mir einfach zu blöd. Damit unterstütze ich doch diese ganze Art. Viele nehmen die Stöpsel raus und grüßen. Die anderen lassen die Stöpsel drin und hören weiter laute Musik und wundern sich, warum ich die Summe nicht nenne und nur auf den Bildschirm zeige. Was bleibt mir anderes übrig?

Es gibt tatsächlich auch welche, nur wenige, die haben die Stöpsel im Ohr, aber die Musik wird ausgeschaltet. Das kann ich wirklich nicht wissen und zeige, bei jedem Stöpselträger, konsequent auf den Bildschirm. Denn warum soll ich reden, wenn mein Gegenüber es sowieso nicht hört.

Schlimm sind auch Kunden mit Telefon. Meist wird an der Kasse telefoniert. Da sitzt man das ganze Jahr über zu Hause und niemand, wirklich niemand ruft mal an. Da kann man das tollste Handy der Welt haben, aber niemand ruft an und steht man dann einmal an der Kasse, ist man gefragt wie nie. Schaltet einfach das Handy ab, wenn ihr einkaufen geht oder telefoniert einfach nicht, wenn ihr in der Schlange steht. 

 Zum einen wird das Einpacken mit einer Hand sehr schwierig (andere Hand am Telefon). Und zum anderen können sich viele, besonders Männer, nur auf eine Sache konzentrieren. So passiert es schon mal, dass ich hören muss. "Hey jetzt pscht mal, ruhig ein wenig. Ich muss telefonieren." "Hallo? hallo? Ja die an der Kasse hier die macht so einen Krach und sagt irgendwas von Bezahlen, ich ruf dich später an." "Stehe grade an der Kasse und die Leute hinter mir gucken alle so böse." (Warum wohl?) "Bin grad am Bezahlen, sag mal brauchen wir noch Butter.?" "Könnten sie das piepsen leiser stellen?"  - öhm ja du kannst deine Ware auch selbst scannen und ich telefoniere dann in der zwischenzeit für Sie weiter. Alles gar kein Problem. Wo ist der Verstand mancher dann hin?

 

Ein Handyverbot an der Kasse, wäre wohl zu viel verlangt. Aber durchaus eine Überlegung wert.

3.10.14 11:43, kommentieren

Bakterienalarm!

Nicht selten suche ich einen Wasserhahn oder ein Desinfektionsmittel an meinem Arbeitsplatz. Nichts ist unangenehmer und schlimmer als ungewaschene Hände, dreckige Hände und angeleckte Geldscheine, EC-Karten, Geldbörsen, Gutscheinkarten, Telefonkarten. Warum lecken Kunden alles an? Für mich ist das einfach nur bäh.

Das Schild, dass Jugendliche unter 18 Jahren keinen Alkohol bekommen ist völlig gerechtfertigt. Es fehlt mitunter ein Schild "Bitte keine Gegenstände anlecken." 

Bei Pfandbons bleibt mir nur die Alternative sie am anderen Ende anzufassen, mit dem kaputtreißen wird es dann schon schwieriger. Bei EC-Karten und vor allen Dingen Scheinen habe ich einen nicht allzu großen Spielraum. Scheine komme in meine Kasse, werden vielleicht noch einmal herausgezogen und EC Karten muss ich leider anfassen, da komme ich gar nicht drum herum.

Manchmal werden sogar Münzen angeleckt. Ja Münzen, die eigentlich nicht allzu schwierig aus der Geldbörse zu fischen sind, eigentlich. Ich will nicht wissen, wie viele Bakterien sich da so herumtreiben. Kein Wasserhahn? Also bleibt nur die Alternative mit dem Desinfektionsmittel, worauf bei uns selbst viel Wert gelegt wird. Oder einfach nur: Bitte liebe Kunden, leckt weder eure Finger noch eure Scheine oder andere Dinge einfach nicht an. Das ist einfach nur widerlich. 

3.10.14 11:32, kommentieren